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Autor: Winter, Madita

Verlag: Rütten & Loening, 2021

ISBN: 978-3-352-00967-9

Preis: 16.99€

Eine Ermittlerin im Polarkreis

„Anelie Andersson hat es an eine Polizeistation im nordschwedischen Polarkreis verschlagen. Hier lebt man fast das ganze Jahr in Eis und Schnee. Als sich eine Frau bei ihr meldet, weil ihr siebzehnjähriger Sohn verschwunden ist, macht Anelie sich an die Arbeit. Bald wird der Junge aufgefunden; er ist – in Felle gehüllt – überfahren worden. Doch offenbar wurde er zuvor irgendwo gefangen gehalten. Je intensiver sie ermittelt, desto mehr sagen Anelie ihre Erfahrung und Intuition, dass es um mehr geht als um einen Unfall. Sie findet heraus, dass in den letzten Jahren mehrere Menschen ebenfalls spurlos verschwanden. Und dann werden zwei deutsche Touristen vermisst.“ (Verlag Rütten & Loening)

Ein spannender Plot – mit einem einzigartigen Schauplatz

Anelie ist erst seit kurzem im schwedischen Lappland als Polizistin. In Jokkmock passiert so gut wie nichts. Ihre Polizeistation steht vor dem Aus. Doch dann wird ein junger Mann überfahren. Schnell stellt sich heraus, vor dem Zusammenstoß mit dem LKW war der Mann klirrender Kälte ausgesetzt. Er hatte weder Schuhe noch Handschuhe an und dadurch schlimmste Erfrierungen erlitten. Bald erfährt Anelie es gab schon mehrere Vermisste in der Region. Sie nimmt die Ermittlungen auf. Doch die Vorgesetzten in Lulea sind nicht glücklich darüber. Als Anelie endlich weiß, wer dahinter steckt, gerät sie selbst in Lebensgefahr.

Spannender, aber auch interessanter Regionalkrimi, der in Lappland spielt. Auch die Ureinwohner, die Sami, bekommen in diesem Roman einen Stellenwert.

Lesetipp für alle Nordlandliebhaber! Und mich, ich will da hin! (Verena Walscheck)

Wir sind der Meinung:

Durch die spannende Schreibweise und gut recherchierten Details wird man regelrecht in die Geschichte hineingezogen. Neben dem Mordfall erfährt der Leser auch viel Interessantes über die Lebensweise und die Welt der Samen und deren ganz eigenen Umgang mit der Natur. Besonders spannend zu lesen ist, welche Schwierigkeiten die Ermittler im hohen Norden haben: Die Dunkelheit, das spärliche und kurze Tageslicht lassen nur ein kleines Zeitfenster für Ermittlungsarbeit. Aber auch der ständige Schneefall und die unwirtliche Umgebung sind problematisch, Spuren sind viel zu schnell wieder unter den Schneemassen verschwunden oder im rauen Gelände gar nicht richtig zugänglich.

Rundum ein wirklich gelungener, schaurig kalter Krimi in einer nordlicht-glitzernden Welt.

„Absolut empfehlenswert!“ sagt Ihr Team Buchhandlung im KirchenEck

Von Veröffentlicht am Mittwoch, 16. März 2022